Hamburg (SID) - Der dreimalige Formel-1-Weltmeister Niki Lauda will in seiner Rolle als TV-Experte weiterhin hart mit Merceds ins Gericht gehen - obwohl der Österreicher mittlerweile Aufsichtsratsvorsitzender und Anteilseigner bei den Silberpfeilen ist. "Wer mich kennt, der weiß, dass ich ein grundsätzlich objektiver Mensch bin. Ich habe einfach kein Problem, das zu sagen, was die Wahrheit ist. Und das wird auch so bleiben", sagte der 64-Jährige dem Fernsehsender RTL, "es wird sich auch an der Art der Kritik nichts ändern, die ich öffentlich anbringe, wenn es nötig ist."

Nach drei schlechten Jahren mit nur einem Sieg durch Nico Rosberg 2012 in China hofft Lauda, dass Mercedes in diesem Jahr von Beginn an konkurrenzfähig ist. "Ich glaube, dass diesmal die Basis für ein schnelles Auto schon zum Saisonauftakt gelegt ist", sagte Lauda, "aber ich weiß auch, dass der Erkenntniswert von Testfahrten nur sehr beschränkt ist." Siege erwartet er von Rosberg und Neuzugang Lewis Hamilton in dieser Saison, die am 17. März in Melbourne beginnt, aber zunächst nicht.

Trotzdem glaubt Lauda, dass Mercedes mit dem Duo Hamilton/Rosberg den Grundstein für Erfolge gelegt hat. Das sei "die absolut stärkste Fahrerpaarung" im Feld: "Wenn ich mir da die anderen Teams anschaue, dann hat es keiner so optimal erwischt." Trotzdem gehe Titelverteidiger Sebastian Vettel von Red Bull "logischerweise als Favorit in die Saison, dahinter ist alles dicht beieinander".