Frankfurt/Main (dpa) - Die Berufungsverhandlung über den Pokal-Ausschluss von Dynamo Dresden ist unterbrochen worden.

Die Vertreter des Zweitliga-Clubs, des DFB-Kontrollausschusses und des Bundesgerichts des Deutschen Fußball-Bundes zogen sich nach dem Abschluss der Zeugenvernehmungen zu einem Rechtsgespräch zurück. Aufgrund der Ausschreitungen ihrer Fans rund um das Pokalspiel bei Hannover 96 waren die Dresdner im Dezember in erster Instanz zu einem Ausschluss vom DFB-Pokalwettbewerb 2013/14 verurteilt worden. Dagegen legte der Traditionsverein Berufung ein.

Auch in der Verhandlung am Donnerstag stützte der achtfache DDR-Meister seine Verteidigung auf zwei Punkte: Zum einen dürfe ein Verein nicht für das Fehlverhalten einzelner Fans bestraft werden. Die «verschuldensunabhängige Haftung» verstoße gegen das geltende Rechtsprinzip. Zum anderen hätten die Gastgeber aus Hannover den Gästebereich an jenem 31. Oktober nicht ausreichend gesichert.

Der Kontrollausschuss-Vorsitzende und Ankläger Anton Nachreiner hält den Dresdenern dagegen die besondere Schwere der Ausschreitungen und eine Wiederholung ähnlicher Vorfälle nur drei Monate später rund um das Spiel beim 1. FC Kaiserslautern vor. «Das muss strafverschärfend bewertet werden», meinte er.