Brunsbüttel (dpa) - Für große Schiffe bleibt der Nord-Ostsee-Kanal wegen maroder Schleusentore in Brunsbüttel gesperrt. «Es laufen parallel in beiden Kammern Reparaturarbeiten», sagte der Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes Brunsbüttel, Thomas Fischer, am Donnerstag der dpa.

Um den Betrieb wieder zu ermöglichen, sollen voraussichtlich bereits installierte Schleusentore miteinander ausgetauscht werden. Beide großen Schleusenkammern bleiben voraussichtlich etwa zwei Wochen lang außer Betrieb. In der Zeit können nur kleinere Frachter die 100 Kilometer lange Wasserstraße zwischen Kiel und Brunsbüttel befahren,

Der Nord-Ostsee-Kanal ist die meistbefahrene künstliche Seeschifffahrtsstraße der Welt. Er erspart den Schiffen nach Angaben der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes einen ca. 450 Kilometer langen Umweg über das Skagerrak um die Spitze Dänemarks herum.

Nach Angaben der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung Brunsbüttel muss nun in Drittel der Schiffe, die sonst durch den Kanal fahren, den Umweg über Skagen nehmen. Damit entfällt für den Kanal 60 Prozent der über ihn beförderten Ladung.

Der Nord-Ostsee-Kanal