Bangkok (dpa) - Eisbärfelle und -trophäen dürfen weiter international gehandelt werden. Ein Vorstoß der USA, bei der Cites-Artenschutzkonferenz in Bangkok ein generelles Handelsverbot für Eisbär-Produkte durchzusetzen, scheiterte.

Dagegen war auch die EU, obwohl Deutschland sich nach Angaben des Bundesumweltamtes für eine Unterstützung des amerikanischen Vorschlags eingesetzt hatte. Ihr eigener Vorschlag, wenigstens die Überwachung der Eisbärpopulationen zu verbessern, erhielt ebenfalls nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit. «Die Welt hat es nicht geschafft, sich für den Schutz der Eisbärpopulationen einzusetzen», klagte Jeff Flocken von der Tierschutzorganisation IFAW.

Die Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzabkommens (Cites) tagen in Bangkok und entscheiden darüber, für welche Tier- und Pflanzenarten Handelsverbote verschärft oder gelockert werden sollen.

Eisbären gibt es in Kanada, den USA, Russland, Norwegen und Grönland. Ihre Zahl wird auf rund 25 000 geschätzt. Jedes Jahr werden nach Schätzungen 800 Eisbären erlegt, viele davon zur Versorgung der in den Regionen ansässigen Bevölkerungen. 400 bis 500 Eisbären landen allerdings auf den internationalen Handelsmarkt.

WWF zu Eisbären

Int. Fund for Animal Wellfare zu Eisbären

Pro Wildlife zu Eisbären