Washington (dpa) - Die US-Wirtschaft kämpft sich weiter mühsam aus dem tiefen Tal. Monat für Monat kommen neue Jobs hinzu, die Arbeitslosenquote sinkt auf den tiefsten Stand seit der Rezession. Aber noch reicht die Zunahme nicht für echte Entspannung.

Die Arbeitslosenquote sank im Februar von 7,9 auf 7,7 Prozent und damit auf den tiefsten Stand seit Ende 2008, als sich das Land in der Rezession befand, wie die US-Regierung mitteilte. Insgesamt wurden 236 000 neue Jobs geschaffen, wesentlich mehr, als Volkswirte erwartet hatten. Vor einem Jahr hatte die Quote noch bei 8,3 Prozent gelegen.

Als Wermutstropfen gilt allerdings, dass die im Januar gemeldete Zahl neuer Arbeitsplätze nachträglich nach unten korrigiert werden musste. Dafür wurde der Dezember-Wert rückwirkend verbessert.

Während der Staat weiterhin Stellen streicht, expandiert die Privatwirtschaft in nahezu allen Bereichen. Im Vergleich zum Februar 2012 haben insgesamt 1,4 Millionen mehr US-Einwohner einen Arbeitsplatz. Der tatsächliche Anteil der Bürger in Lohn und Brot hat sich jedoch wegen des Bevölkerungswachstums nicht verändert. Er liegt wie vor einem Jahr bei 58,6 Prozent.

12 Millionen Menschen meldeten sich im Februar arbeitslos. Das sind knapp 800 000 weniger als vor einem Jahr. 4,8 Millionen sind seit mehr als einem halben Jahr ohne Job. Viele Bürger haben sich gänzlich vom Arbeitsmarkt verabschiedet, weil sie keine Chance auf eine Beschäftigung sehen. Sie werden daher für die Quote nicht mehr mitgerechnet. Die wäre sonst deutlich höher.

Mitteilung des Arbeitsministerium