München (AFP) Die Münchner Justiz hat vor dem NSU-Prozess um die Mordserie des Zwickauer Neonazi-Trios nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" vom Freitag für einen diplomatischen Eklat gesorgt. Obwohl acht der zehn Opfer des Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) Türken waren oder aus der Türkei stammten, lehnte der in dem NSU-Prozess Vorsitzende Richter Manfred Götzl dem Bericht zufolge die Bitte des türkischen Botschafters nach einer Sitzplatzreservierung ab. Auch der Menschenrechtsbeauftragte des türkischen Parlaments soll demnach keinen festen Platz im Gerichtssaal bekommen.