Weltweite Besorgnis: Nordkorea kündigt Nichtangriffspakt

Seoul (dpa) - Nordkorea lässt die Muskeln spielen: Wenige Stunden nachdem der Weltsicherheitsrat schärfere Sanktionen verhängt hatte, kündigte das kommunistische Land den Nichtangriffspakt mit Südkorea auf. International stießen die Drohungen Nordkoreas auf scharfe Kritik und lösten Besorgnis aus. Die Kriegsrhetorik in Nordkorea müsse ein Ende haben, sagte Außenminister Guido Westerwelle. Der UN-Sicherheitsrat hatte sich auch von der nordkoreanischen Androhung eines Atomschlages gegen die USA nicht beeindrucken lassen. Er beschloss die härtesten Strafmaßnahmen seiner jüngeren Geschichte.

Papstwahl beginnt am kommenden Dienstag

Rom (dpa) - Die mit Spannung erwartete Wahl des Nachfolgers von Papst Benedikt XVI. beginnt am kommenden Dienstag. Das haben die in Rom versammelten Kardinäle entschieden, wie der Vatikan mitteilte. An der Wahl des Nachfolgers von Benedikt XVI. nehmen 115 Kardinäle teil. Wie lange das Konklave dauern wird, hängt von der Zahl der erforderlichen Wahlgänge ab. In den Medien gingen inzwischen die Spekulationen über den neuen Pontifex der katholischen Kirche weiter. Heute wurden vor allem der Mailänder Erzbischof Angelo Scola und der brasilianische Kardinal Odilo Pedro Scherer als Favoriten genannt.

Chávez wird einbalsamiert - Zahlreiche Staatschefs bei Trauerfeier

Caracas (dpa) - Hugo Chávez soll seinen Anhängern erhalten bleiben: Der an Krebs gestorbene Staatschef Venezuelas wird einbalsamiert und in einem gläsernen Sarg aufgebahrt. «Das Volk soll ihn wie Ho Tschi Minh, Lenin und Mao Tsetung ewig präsent haben können», sagte Vize-Präsident Nicolás Maduro Stunden vor der offiziellen Trauerfeier. Zahlreiche Staats- und Regierungschefs sowie politische Führer aus aller Welt trafen dazu in der Hauptstadt Caracas ein, darunter Raúl Castro aus Kuba, Dilma Rousseff aus Brasilien und Mahmud Ahmadinedschad aus dem Iran.

Ende der UN-Geiselkrise in Syrien erwartet

Beirut (dpa) - Die Freilassung der in Syrien von Rebellen festgesetzten UN-Soldaten steht möglicherweise kurz bevor. Die Organisation Syrischer Menschenrechtebeobachter meldete, UN-Fahrzeuge seien in dem Dorf Dschamla eingetroffen, um die gestern entführten 21 philippinischen Blauhelme in Empfang zu nehmen. Ein Sprecher der Märtyrer-von-Jarmuk-Brigade sagte, die Rebellen stellten keine Bedingungen für die Freilassung der Soldaten.

Neue Regierung in Tunesien steht

Tunis (dpa) - Eine Regierung mit politisch unabhängigen Experten soll Tunesien aus der schweren politischen Krise führen. Nach mehrwöchigen Verhandlungen präsentierten die Islamisten und ihre Koalitionspartner ein neues Kabinett. Die Schlüsselressorts wie Inneres, Justiz und Äußeres werden darin von Parteilosen besetzt. Hintergrund der Regierungsneubildung sind die Spannungen im Mutterland des Arabischen Frühlings. Sie waren Anfang Februar nach der Ermordung des Oppositionspolitikers Chokri Belaïd durch islamistische Extremisten eskaliert.

Langsame Annäherung im Länder-Tarifstreit

Potsdam (dpa) - In die Tarifverhandlungen für die 800 000 Angestellten im öffentlichen Dienst der Länder kommt langsam Bewegung. Bei der entscheidenden Runde in Potsdam zeichnete sich nach mehreren Stunden Beratung eine vorsichtige Annäherung zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern ab. Aus Verhandlungskreisen hieß es, die Gespräche seien konkreter geworden. Details drangen nicht nach außen. Ein Scheitern ist aber nach wie vor denkbar. Ein Angebot der Arbeitgeberseite ist weiter nicht bekannt.