Istanbul (SID) - Ohne deutsche Teams, aber mit prominenter deutscher Besetzung startet Europas Frauen-Volleyball-Elite am Samstag in das Final Four der Champions League. Zwar haben sich der Schweriner SC und der Dresdner SC für die Endrunde der letzten Vier in Istanbul nicht qualifiziert, in Bundestrainer Giovanni Guidetti und vier seiner Spielerinnen tritt allerdings ein Nationalmannschafts-Quintett mit guten Titelchancen an.

Die besten Aussichten auf den ganz großen Wurf haben dabei Guidetti und Christiane Fürst mit Vakifbank Istanbul. Die türkische Meisterschaft und den Pokal hat der Champions-League-Sieger von 2011 bereits eingefahren, das Triple scheint nach sechs Siegen in den sechs Spielen der Gruppenphase und zwei souveränen Erfolgen in den Play-offs greifbar.

"Generell sind die Prognosen natürlich so, dass Giovanni und Fürsti ebenso als Favorit in ihr erstes Spiel gehen wie wir. Danach ist dann aber alles offen", sagte Angelina Hübner dem SID. Die 33-Jährige trifft im zweiten Semifinale mit Rabita Baku auf das italienische Überraschungsteam Busto Arsizio mit ihren Nationalmannschaftskolleginnen Margareta Kozuch und Maren Brinker.

Diagonalangreiferin Hübner will ihrem Nationaltrainer in einem möglichen Endspiel allerdings einen harten Kampf liefern: "Ich glaube absolut daran, dass wir das Potenzial haben beide Spiele zu gewinnen." Doch zunächst muss das Starensemble um Hübner und die russische Angreiferin Jekaterina Gamowa die erste Hürde bestehen.

Für den Italiener Guidetti und Fürst sollte das Halbfinal-Stadtderby gegen Ausrichter Galatasaray nach zwei souveränen Siegen in der Liga eine klare Sache werden. "Das wäre schon krass, wenn die einzige Mannschaft ohne deutsche Beteiligung den Titel holt", sagte auch Hübner, die sich über die Konstellation sehr freut: "Das wird ein großes deutsches Treffen."