Madrid (SID) - Die spanische Regierung hat dem Parlament nach jahrelanger Kritik eine neues Anti-Doping-Gesetz zur Verabschiedung vorgelegt. Mit den an internationale Normen angepassten Maßnahmen will das Land nicht nur seinen beschädigten Ruf im Kampf gegen verbotene Substanzen aufpolieren, sondern auch Madrids Chancen im Kampf um die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2020 verbessern. "Es wird wohl noch etwas Zeit dauern, um neue Glaubwürdigkeit zu erlangen", sagte Ana Munoz, die Vorsitzende der spanischen Anti-Doping-Agentur AEA.

Die neuen Verordnungen sehen unter anderem mehr Kompetenzen für die AEA, Geldstrafen für Dopingsünder von bis zu 400.000 Euro und in begründeten Fällen Tests zwischen 23.00 und 6.00 Uhr vor. Die als zu lasch kritisierten spanischen Anti-Doping-Gesetze galten als größter Schwachpunkt der Madrider Olympia-Bewerbung.