London (dpa) - Die Bewohner der Falklandinseln im Südatlantik stimmen über ihre Zukunft ab. Rund 1500 Wahlberechtigte sind zu dem Referendum aufgerufen, in dem es um den Verbleib des Überseegebietes bei Großbritannien geht.

Seit Jahrzehnten gibt es Streit um die Zugehörigkeit der Inseln 400 Kilometer von der Küste Argentiniens. Das südamerikanische Land erhebt Anspruch auf die Malvinas, wie die Inselgruppe dort genannt wird.

Am Sonntag öffneten die Wahllokale für zwei Tage, mit einem Ergebnis wird in der Nacht zum Dienstag gerechnet. Es wird überwältigende Zustimmung zum Verbleib im Vereinigten Königreich erwartet. Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner hat bereits angekündigt, das Resultat der Volksabstimmung nicht anzuerkennen.

«Wenn schon Argentiniens Regierung nicht auf uns hört, hoffe ich, dass es wenigstens die Menschen tun», sagte Dick Sawle von der Regionalverwaltung der Falklandinseln dem Sender BBC. Mit dem Referendum solle sowohl an Argentinien als auch an die internationale Gemeinschaft ein Signal ausgesandt werden.

30 Jahre nach dem Falkland-Krieg zwischen Großbritannien und Argentinien war die Rhetorik 2012 wieder schärfer geworden. Die Falkländer entschlossen sich daraufhin, ein Referendum abzuhalten, um zu zeigen, dass sie weiter britisch bleiben wollen. Im zweimonatigen Falkland-Krieg, der mit der argentinischen Kapitulation am 14. Juni 1982 endete, starben fast 650 Argentinier und fast 260 Briten.

Politisches System auf den Falklandinseln