Berlin (dpa) - Die Arbeitsmarktreformen der Agenda 2010 haben nach einem Zeitungsbericht nicht mehr Beschäftigung gebracht.

Die Zahl der Arbeitsstunden lag im vergangenen Jahr bei 58,1 Milliarden und damit 0,3 Prozent höher als 2000, wie die «Berliner Zeitung» aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linken zitierte. Im gleichen Zeitraum habe die Zahl der Erwerbstätigen um 3,3 Millionen auf 39,9 Millionen zugenommen.

Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Sabine Zimmermann, sieht damit die Kritik ihrer Partei an den Arbeitsmarktreformen bestätigt. «Das angebliche Jobwunder der Agenda-Politik ist ein Scheinwunder. Es beruht auf der massiven Umverteilung sicherer Vollzeitjobs in viele kleine, prekäre Billigjobs», sagte Zimmermann der Zeitung.

Mit den Hartz-Reformen im Zuge der «Agenda 2010» wurde der Arbeitsmarkt flexibilisiert. Arbeitslosen- und Sozialhilfe wurden zusammengelegt. Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hatte die Agenda bei einer Bundestagsrede am 14. März 2003 vorgestellt.