München (dpa) - Der neue Papst Franziskus I. hat sich nach dem heiligen Franz von Assisi (1181/82-1226) benannt. Dieser Name steht für ein Leben in Armut und an der Seite der Armen.

Als Sohn eines wohlhabenden Tuchhändlers in Assisi (Mittelitalien) verzichtete Franziskus auf allen Reichtum und gründete einen Bettelorden, der eine Erneuerung der katholischen Kirche bewirkte. Papst Gregor IX. sprach ihn 1228 heilig. Aus dem Franziskaner-Orden entstanden auch die Minoriten und die Kapuziner.

Franziskus, der als Giovanni Battista Bernardone geboren wurde, war auch ein Freund der Tiere und der Umwelt. In seinem «Sonnengesang» lobte er Gott «durch Schwester Wasser», «Bruder Wind» und «Mutter Erde». In seiner «Vogelpredigt» sprach er mit Tieren. Sein Todestag 4. Oktober ist Welttierschutztag. Papst Johannes Paul II. ernannte Franziskus 1980 zum Patron des Umweltschutzes.

Die Friedensbestrebungen von Franziskus sind auch heute noch lebendig, etwa im Friedenstreffen von Assisi, zu dem Vertreter der Weltreligionen zusammenkommen.