Berlin (dpa) - Die Reforminitiative «Wir sind Kirche» erhofft sich vom neuen Papst Franziskus, dass er mehr «Weite» in die katholische Kirche bringt und den Dialog pflegt.

Sowohl von Benedikt XVI. als auch dessen Vorgänger Johannes Paul II. sei ein «Pontifikat von theologischer Enge» betrieben worden, kritisierte Sprecher Christian Weisner im Deutschlandradio Kultur. Die katholische Kirche sei jedoch viel reicher an theologischen Vorstellungen. Insofern hoffe er sehr, dass der neue Papst «als Jesuit auch wieder eine Frische reinbringt in die katholische Kirche, denn die Jesuiten sind doch eigentlich ein aufgeschlossener Orden». So sei es ein Jesuitenpater gewesen, der als erster Fälle sexuellen Missbrauchs am Canisius-Kolleg thematisiert habe.