Hamburg (dpa) - Mit Trauer ist in der ARD die Nachricht vom Tod der beliebten Schauspielerin Rosemarie Fendel aufgenommen worden.

"Rosemarie Fendel ist mit dem Fernsehen groß geworden und das Fernsehen mit ihr. Sie war eine der ganz großen Schauspielerinnen, die ihrer Berufung bis zu ihrem Lebensende nachgehen konnte", sagte der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor am Donnerstag in Hamburg. Für die ARD habe sie mit ihrer besonderen Präsenz große Spielfilme geprägt genauso wie viele Serien, vom "Großstadtrevier" über den "Polizeiruf 110" bis hin zu "Pfarrer Braun". "Sie wird uns fehlen. Mein Mitgefühl gilt ihrer Tochter und der Familie", sagte Marmor.

Fendel war am Mittwoch im Alter von 85 Jahren in ihrem Frankfurter Haus gestorben. Das bestätigte Fendels Management nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" am Donnerstag. Die in Koblenz geborene Schauspielerin wurde in Film und Fernsehen vor allem durch Rollen in "Ödipussi" (1988) und "Schtonk" (1992) bekannt, durch die Serie "Der Havelkaiser" und auch Auftritte in den Fernsehreihen "Der Staatsanwalt", "Polizeiruf 110" und "Pfarrer Braun". Fendel war verheiratet mit dem Regisseur Hans von Borsody (83) - Aus ihrer Ehe ging Suzanne von Borsody (55) hervor, die ebenfalls Schauspielerin ist.