Essen (dpa) - Die angekündigte Wahl des früheren Henkel-Chefs Ulrich Lehner zum neuen Chefkontrolleur des angeschlagenen ThyssenKrupp-Konzerns ist bei Aktionärsschützern auf Kritik gestoßen.

«Für einen Neuanfang wäre es hilfreicher gewesen, wenn der neue Vorsitzende von außen gekommen wäre», sagte Thomas Hechtfischer von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz am Donnerstag. Der Geschäftsführer des Dachverbands der kritischen Aktionärinnen und Aktionäre, Markus Dufner, wies darauf hin, dass Lehner als langjähriges Mitglied des ThyssenKrupp-Aufsichtsrats auch die Fehlentscheidungen der vergangenen Jahre mitgetragen habe.

Das Unternehmen hatte am Vortag mitgeteilt, dass Lehner bei einer Sondersitzung des ThyssenKrupp-Aufsichtsrats am kommenden Dienstag die Nachfolge von Gerhard Cromme als Vorsitzender des Gremiums übernehmen soll. Cromme hatte in der vergangenen Woche überraschend seinen Rückzug aus dem Unternehmen zum 31. März angekündigt. Lehner ist bereits seit 2008 als einfaches Mitglied im ThyssenKrupp-Aufsichtsrat.

Mitteilung des Unternehmens