Rom (dpa) - Eine der interessantesten Entscheidungen lässt der neue Papst vorerst offen. Wie der Vatikan mitteilte, will Franziskus über die endgültige Besetzung der Posten in der römischen Kurie erst später befinden. Vorläufig bleibe alles wie gehabt.

Der argentinische Papst wolle sich eine gewisse Zeit nehmen für Reflexion, Gebete und Gespräche. Erst dann wolle er definitiv darüber entscheiden, wer neu berufen oder im Amt bestätigt werde. Im Zuge der «Vatileaks»-Affäre um Machenschaften im Vatikan war auch die römische Kurie ins Gerede gekommen.

Die «Passauer Neue Presse» hatte zuvor berichtet, der frühere Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller sei von Franziskus in seinem Amt als Präfekt der mächtigen Glaubenskongregation bestätigt worden. Die Zeitung berief sich auf zuverlässige Quellen in Rom. Benedikt XVI. hatte Müller im Juli 2012 an die Spitze der Glaubenskongregation berufen, die über die Glaubens- und Sittenlehre der katholischen Kirche wacht.

Zu den ersten Aufgaben des neuen Papstes gehört es, Spitzenposten in der Kurie neu zu besetzten oder die Amtsinhaber zu bestätigen. Italienische Zeitungen berichteten am Samstag, an der Seite des Argentiniers sei auffällig oft der deutsche Präfekt des Päpstlichen Haushalts, Georg Gänswein, zu sehen.