Bamako (dpa) - Die Bundeswehr wird für die geplante EU-Ausbildungsmission in Mali möglicherweise länger in dem westafrikanischen Krisenland bleiben als geplant.

Verteidigungsminister Thomas de Maizière sagte nach einem Treffen mit Malis Übergangspräsidenten Dioncounda Traoré in der Hauptstadt Bamako, Ziel sei es, die malische Armee in die Lage zu versetzen, selbst für die Sicherheit im Land zu sorgen. Erforderlich sei dazu auch eine politische Versöhnung. «Das ist eine gewaltige Aufgabe, die langen Atem braucht.»

Bislang ist die Ausbildungsmission der Europäischen Union auf 15 Monate angesetzt. De Maizière sagte jedoch: «Ob es bei diesen 15 Monaten bleibt, muss man sehen.» Am Nachmittag will der Minister in die Stadt Koulikoro weiterreisen, wo die Mission im April beginnen soll. Die Bundeswehr beteiligt sich daran mit etwa 90 Sanitätern und Ausbildern. Die ersten deutschen Soldaten werden noch diese Woche in Koulikoro erwartet. In Mali bekämpfen seit Beginn des Jahres französische Soldaten islamistische Rebellen.

UN-Resolution 2085 zu Mali

Bundeswehr-«Taschenkarte» zu Mali

Bundesregierung zu Mali

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EU-Militärausbilder für Mali

Mandatstext Ausbildungsmission

Mandatstext Unterstützungsmission

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