Köln (SID) - Hammerwerferin Betty Heidler erhält am Montagabend die Fair-Play-Trophäe des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS). Die Weltrekordlerin wird für ihr Verhalten während des olympischen Finales in London geehrt, die Laudatio hält Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann.

In London hatte bei Heidlers fünftem Versuch die Technik gestreikt, ihr Wurf war viel zu kurz vermessen worden. Heidler protestierte nicht, sondern lief gelassen und lächelnd über die Anlage. "Ich wusste ja, dass der Versuch weit war, und dass es nur offiziell gemacht werden musste", sagte sie. Auch gegen die Kampfrichter hegte die 28-Jährige keinen Groll: "Die waren total nett. Es tat ihnen leid." Erst tief in der Nacht in der Maske vor einem Fernsehauftritt erfuhr Heidler dann, dass ihr die Bronzemedaille sicher war.

Die Fair-Play-Trophäe der deutschen Sportjournalisten für besonders vorbildliche Haltung hatte 1965 das deutsche Box-Idol Max Schmeling gestiftet. Zu den Preisträgern zählen unter anderem Jürgen Klopp, Arsene Wenger, Miroslav Klose und Timo Boll.