Berlin (dpa) - Letzter kalendarischer Wintertag und kein Ende bei Eis und Frost: Vor allem im Osten haben viele Menschen am Dienstag mit Glätte und Schnee gekämpft.

In Thüringen starb ein Lastwagenfahrer auf der Bundesstraße 4 nahe Sondershausen - er war in einer Rechtskurve ins Rutschen gekommen und geradeaus in eine Scheune gefahren. In Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen registrierte die Polizei viele Dutzend Unfälle. Allein die Potsdamer Polizei zählte von Mitternacht bis etwa 7 Uhr mehr als 110, davon etwa 30 witterungsbedingt, es gab 16 Verletzte.

In Sachsen fiel innerhalb kurzer Zeit eine Menge Neuschnee: in Leipzig laut Deutschem Wetterdienst seit Montagabend zehn Zentimeter, in Chemnitz neun und in Görlitz acht. Den ganzen Tag sollte es kräftig weiterschneien. Auf der A14 bei Leipzig landete ein Lkw im Graben. Zu weiteren Unfällen mit Lastwagen kam es unter anderem auf der B95 bei Borna und auf der A4 zwischen Bautzen-Ost und Weißenberg.

In Sachsen-Anhalt blieb es überwiegend bei Blechschäden. Auf den Autobahnen stellten sich Lastwagen quer. Nach Angaben des Verkehrswarndienstes gab es am Dienstagmorgen unter anderem Behinderungen auf der A14 bei Löbejün und auf der A9 zwischen Dessau-Süd und Halle. Auch im Osten Sachsen-Anhalts sollte es noch bis zum Dienstagnachmittag schneien.

In Mecklenburg-Vorpommern führte starker Schneefall zu einigen Unfällen mit zwei Verletzten und mehreren Sperrungen. Starker Wind sorgte auf der Insel Rügen für Einschränkungen im Fährverkehr. Bis etwa 15 Uhr falle die Fähre nach Trelleborg in Schweden aus, sagte ein Sprecher des Fährhafen Sassnitz. Das Polizeipräsidium Neubrandenburg zählte bis zum Morgen knapp 20 Unfälle, vor allem im Kreis Vorpommern-Greifswald. Im Landkreis Rostock kam es auch zu Problemen im Schulbusverkehr. Auf der A24 bei Wittenburg rutschte außerdem ein Trinkwasser-Lastwagen von der schneeglatten Fahrbahn. Verletzt wurde niemand, die Autobahn war kurzzeitig gesperrt.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Potsdam gab eine Unwetterwarnung heraus. Bei Schneefällen von bis zu 20 Zentimetern könne es zu Schneeverwehungen kommen.