Kairo (dpa) - Bei einem Selbstmordanschlag in der syrischen Hauptstadt Damaskus sind mindestens 16 Menschen getötet worden, unter ihnen ein dem Regime nahestehender sunnitischer Kleriker. Rund 40 Menschen wurden verletzt, wie das syrische Staatsfernsehen berichtete.

Der Anschlag ereignete sich vor der Imam-Moschee im Stadtteil Al-Masra. Das Fernsehen zeigte Bilder von Verletzten und von Blutlachen auf dem Boden der Moschee.

Scheich Mohammed Saeed al-Buti wurde von dem Selbstmordattentäter getötet, so der Sender. Der Scheich hatte in der Vergangenheit Demonstranten und Gegner des Regimes von Präsident Baschar al-Assad scharf kritisiert und als «Abschaum» beschimpft.

Das syrische Beobachtungszentrum für Menschenrechte in London sprach in einer E-Mail-Mitteilung von einer Autobombe, die vor der Moschee explodierte. Das Staatsfernsehen machte «terroristische Banden» für den Anschlag verantwortlich.