Berlin (dpa) - Die Niederlande und Italien eilen der WM-Endrunde 2014 entgegen, und auch Superstar Cristiano Ronaldo darf mit Portugal wieder auf den Brasilien-Trip hoffen.

Die «Oranje»-Elf kam mit dem 4:0 (1:0) gegen Rumänien zum sechsten Sieg im sechsten Spiel. Auch Italien hat nach dem 2:0 (2:0) auf Malta dank des Doppelschlags von Deutschland-Schreck Mario Balotelli beste Chancen auf das direkte WM-Ticket.

Davon ist EM-Halbfinalist Portugal noch weit entfernt - immerhin hat die «Seleccao» trotz des Fehlens von Ronaldo wegen einer Gelbsperre durch das 2:0 (0:0) bei dem von Berti Vogts trainierten Außenseiter Aserbaidschan wieder den zweiten Platz im Blick.

Der Hamburger Mittelfeldchef Rafael van der Vaart (10. Minute), der schon am Freitag beim 3:0 gegen Estland getroffen hatte, zweimal Robin van Persie (56./65.,Elfmeter) sowie Jeremain Lens (90.+1) schossen den Sieg der von Louis van Gaal trainierten niederländischen Auswahl in der Amsterdam Arena heraus. Hinter dem souveränen Vize-Weltmeister (18 Punkte) ist im Rennen um Platz zwei in Gruppe D alles offen. Ungarn (11) bleibt nach dem 1:1 (0:0) in der Türkei (7) Zweiter vor Rumänien (10).

Italien kam durch zwei Tore von Balotelli zum Sieg auf Malta und liegt mit 13 Punkten nun drei Zähler vor Bulgarien, das in Dänemark 1:1 (0:0) spielte. Tschechien (8) rückte durch das 3:0 (0:0) in Armenien auf Platz drei vor. Dabei kam Star-Torhüter Petr Cech zu seinem 100. Länderspiel-Einsatz.

In der von Deutschland angeführten Gruppe C folgt nun ein Trio mit schon acht Punkten Rückstand. Zweiter ist Österreich nach dem 2:2 (1:2) in Irland. David Alaba von Bayern München rettete in Dublin in der Nachspielzeit einen Punkt gegen die Mannschaft von Trainer Giovanni Trapattoni, nachdem dem Stuttgarter Martin Harnik (11.) die Führung gelungen war. Hinter Schweden folgen die Iren mit ebenfalls acht Zählern auf Rang vier. Tore durch Bundesligaprofis gab es auch beim 4:0 (2:0) der Polen gegen San Marino. Unter anderem trafen zweimal BVB-Stürmer Robert Lewandowski (21. und 50.) sowie sein Teamkollege Lukasz Piszczek (28.).

Neben den Niederländern ist in der WM-Qualifikation nur noch das am Dienstag spielfreie Russland in Gruppe F ohne Verlustpunkt. Dahinter hat Portugal seine Position verbessert. Nach Startschwierigkeiten sorgten Bruno Alves (55.) und der frühere Bundesligaprofi Hugo Almeida (79.) für einen Pflichtsieg.