Stockholm (dpa) - Der diesjährige Astrid-Lindgren-Preis geht an die argentinische Kinderbuch-Illustratorin und Autorin Isol. Dies teilte die Jury am Dienstag im schwedischen Vimmerby mit.

Mit fünf Millionen Schwedischen Kronen (592 500 Euro) gilt der Preis als die weltweit höchstdotierte Auszeichnung für Kinder- und Jugendliteratur.

Der Vorsitzende der Jury, Larry Lempert, sagte, Isol schaffe Bilderbücher aus Sicht des Kindes. Ihre Bilder seien voller Energie und Emotionen. Mehr als 200 Autoren, Illustratoren und Organisationen aus 67 Ländern standen auf der Kandidatenliste.

Die diesjährige Preisträgerin kam 1972 als Marisol Misenta in Buenos Aires zur Welt. Dort lebt sie auch. Ihr erstes Buch, «Vida de perros» (Hundeleben), veröffentlichte sie 1997. Abgesehen von eigenen Werken illustriert sie auch Bücher anderer Autoren. Auf Deutsch ist von Isol unter anderem das Buch «Wie siehst du denn aus» erschienen (Aufbau Verlag).   

Der Preis wurde von der schwedischen Regierung nach dem Tod von Astrid Lindgren ins Leben gerufen. Die 2002 gestorbene Autorin von «Pippi Langstrumpf» kam 1907 in der Nähe von Vimmerby zur Welt und hat dort auch ihr Grab. Im vergangenen Jahr ging die Auszeichnung an den niederländischen Kinderbuchautor Guus Kuijer.