Frankfurt/Main (dpa) - Negative Nachrichten aus Italien haben den deutschen Aktienmarkt am Mittwoch belastet.

Der Dax beschleunigte am Vormittag seine Abwärtsbewegung und fiel gegen Mittag um 0,84 Prozent auf 7813 Punkte.

Der MDax gab um 0,97 Prozent auf 13 261 Punkte nach, und der TecDax verlor 1,17 Prozent auf 918 Punkte.

Der Spitzenkandidat des italienischen Mitte-Links-Bündnisses, Pier Luigi Bersani, macht bei seiner Suche nach einer Regierungsmehrheit in Rom keine sichtbaren Fortschritte.

Zudem lässt der drohende politische Stillstand in Italien die Anleger offensichtlich zögern, Staatsanleihen des Krisenlandes zu kaufen. «Kurz vor Ostern sind die Anleger wieder vorsichtiger geworden», sagte Analyst Frank Geilfuß vom Berliner Bankhaus Löbbecke. Die Investoren hielten sich wegen der wachsenden konjunkturellen Unsicherheit in Europa zurück.

Finanzwerte gaben angesichts der wieder eingetrübten Stimmung am Aktienmarkt deutlich nach. Die Aktien der Deutschen Bank etwa fielen am Dax-Ende um 4,12 Prozent auf 29,995 Euro, was den niedrigsten Stand seit Anfang September 2012 bedeutete. Ferner droht die Ratingagentur Standard & Poor's dem Institut mit der Herabstufung der Kreditwürdigkeit.

Ansonsten bewegten vor allem Geschäftszahlen und andere Unternehmensnachrichten die Kurse. So kletterten die Aktien von Tui an der MDax-Spitze um 1,25 Prozent und profitierten damit von einem positiven Ausblick der Tochter Tui Travel.

Für einen Schock sorgte der im SDax notierte Immobilienkonzern IVG. Dessen Papiere sackten um mehr als ein Drittel ab. Das unter hohen Verlusten leidende Unternehmen stellt nun seine Finanzierung auf den Prüfstand und hat begonnen, ein Maßnahmenpaket zur nachhaltigen Finanzierung zu erarbeiten.