Berlin (AFP) Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), hat das Oberlandesgericht München aufgerufen, seine umstrittene Entscheidung zur Vergabe der Presseplätze beim NSU-Prozess zu überdenken. Sie halte es "für unverzichtbar, dass türkische und griechische Medienvertreter bei der Platzvergabe für den NSU-Prozess berücksichtigt werden", erklärte Böhmer am Mittwoch in Berlin. Bei dem Prozess "schaut die ganze Welt auf Deutschland". Offenheit und Transparenz bei der juristischen Aufarbeitung der Morde der Terrorzelle NSU lägen daher im eigenen Interesse des Gerichts.