Berlin (AFP) Der Verein der ausländischen Presse in Deutschland (VAP) hat die Entscheidung des Münchener Oberlandesgerichts, beim bevorstehenden NSU-Prozess keinen der reservierten Presseplätze an ein türkisches Medium zu vergeben, kritisiert. Er finde es "ziemlich überraschend, dass die türkischen Medien nicht mit Sicherheit im Gerichtssaal sitzen können, obwohl die meisten Opfer des Nationalsozialistischen Untergrunds türkischer Herkunft sind", sagte VAP-Vizechef Pascal Thibaut der "Berliner Zeitung" vom Mittwoch. Gleiches gelte für die großen ausländischen Nachrichtenagenturen in Deutschland.