Berlin (dpa) - An der weltbekannten East Side Gallery in Berlin hat der Investor eines geplanten Hochhauses mit der umstrittenen Entfernung eines Teilstücks der Mauer begonnen.

Es handele sich um das Teilstück, das nach heftigen Demonstrationen zunächst vom Abriss verschont worden war, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwochmorgen.
Die Polizei, die Demonstrationen befürchtete, war mit etwa 250 Beamten im Einsatz und beobachtete die Arbeiten. Die von Künstlern bemalte East Side Gallery ist das längste noch erhaltene Stück Mauer.

Der Investor eines dort geplanten Hochhauses hatte in den vergangenen Wochen die Bagger zunächst angehalten. Nachdem Gespräche unter anderem mit Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) ohne konkretes Ergebnis geblieben waren, wird nun abgerissen.
Der Initiator der Initiative «Mediaspree versenken», Robert Muschinski, sagte der Nachrichtenagentur dpa, dass jetzt die Gegner des Projektes mobilisiert würden. In den vergangenen Wochen hatten bis zu 6000 Demonstranten gegen den Abriss protestiert.

Mediaspree versenken