Frankfurt/Main (dpa) - Vor dem monatlichen Arbeitsmarktbericht aus den USA hat der Dax am Freitag moderat nachgegeben.

«Die Anleger warten auf die US-Arbeitslosenzahlen», sagte Wolfgang Albrecht von der LBBW. Bevor die Auftragseingangsdaten der deutschen Industrie für Februar ins Rampenlicht rücken könnten, weitete der deutsche Leitindex nach zwei Handelstagen mit Verlusten sein Minus um weitere 0,21 Prozent auf 7800 Punkte aus.

In der verkürzten Woche nach Ostern zeigte er sich damit prozentual fast unverändert. Der MDax büßte 0,88 Prozent auf 13 092 Punkte ein. Der TecDax sank um 0,64 Prozent auf 917 Punkte.

Am Dax-Ende rutschten die Lufthansa-Papiere wegen der Furcht vor einer neuen Vogelgrippe-Welle in China um 4,16 Prozent ab. Ein Börsianer verwies darauf, dass der Umsatz der Lufthansa in China besonders groß sei mit rund 15 bis 18 Prozent. Insgesamt zeigte sich der gesamte europäische Reise- und Freizeitsektor wegen des Ausbruchs einer neuen Form dieser Grippe am schwächsten im Stoxx Europe 600 und büßte 1,96 Prozent ein.

Nach einer positiven Studie waren die Papiere der Munich Re mit plus 3,29 Prozent Dax-Favorit. Die britische Investmentbank HSBC geht davon aus, dass der Rückversicherer in den kommenden drei Jahren einschließlich der Dividendenzahlungen insgesamt zehn Milliarden Euro an die Aktionäre ausschütten wird. Im Schlepptau legten daraufhin die Anteilsscheine von Allianz um 1,36 Prozent zu.

Mit einem Minus von 4,42 Prozent auf 42,975 Euro zeigten sich die Titel von Gerresheimer am schwächsten im Index der mittelgroßen Werte. Eine Analystenstudie vor den in wenigen Tagen erwarteten Quartalszahlen belastete.