Frankfurt/Main (dpa) - Einigung im Bau-Tarifkonflikt: Die Mitarbeiter im Westen sollen ab 1. Mai 3,2 Prozent mehr Geld erhalten, die Beschäftigten im Osten 4,0 Prozent mehr.

Darauf einigten sich die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und die Arbeitgeber am Freitagmorgen in Frankfurt nach einem rund 21-stündigen Verhandlungsmarathon. Die IG BAU hatte 6,6 Prozent mehr Geld für die rund 750 000 Beschäftigten der Branche gefordert.

«Das nun erzielte Gesamtpaket stellt einen für alle tragbaren Kompromiss dar», erklärte IG Bau-Verhandlungsführer Dietmar Schäfers. Zum ersten Mal seit der Tarifrunde 2007 sei ein Ergebnis ohne Schlichter erzielt worden. Für die Arbeitgeber sei die Einigung wegen des Nullmonats im April und der Vertragsdauer von 13 Monaten gerade noch vertretbar, erklärte ZDB-Vizepräsident Frank Dupré.

Einigung wurde auch über die Angleichung der Mindestlöhne im Osten erzielt. Diese sollen schrittweise bis 1. Januar 2017 an das Westniveau von 11,30 Euro je Stunde angeglichen werden. «Der Stufenplan hin zu gleichen Mindestlöhnen im gesamten Bundesgebiet ist ein Durchbruch», sagte Schäfers. Die Gremien beider Seiten müssen dem Abschluss noch zustimmen.

Forderungen der IG Bau

Mitteilung Zentralverband Baugewerbe