Frankfurt/Main (dpa) - Nach einer dreiwöchigen Verlustserie und dem sehr schwachen Freitag hat sich der Dax etwas erholt.

Der deutsche Leitindex legte bis zum Mittag um 0,34 Prozent zu auf 7685 Punkte. Der MDax und der TecDax machten mehr an Boden gut: Der Index mittelgroßer Werte sprang um 1,05 Prozent auf 13 059 Punkte und der Technologie-Auswahlindex kletterte um 1,28 Prozent auf 915 Punkte.

Börsianer sind für den Markt jedoch skeptischer geworden. «Der Kursrutsch vom Freitag hat im Chartbild des Dax deutliche Spuren hinterlassen», sagte Heleba-Analyst Christian Schmidt.

Ein weiterer schwacher Schluss wäre gleichbedeutend mit dem Eintritt in einen mittelfristigen Abwärtstrend. Andreas Feiden, Geschäftsführer von Fidelity Worldwide Investments, rät jedoch zur Gelassenheit: «Pausen im Aufwärtstrend geben Raum zur Reflexion.» Von der anstehenden US-Berichtssaison erwartet der Experte zumindest keine negativen Überraschungen. Die schwachen US-Arbeitsmarktdaten und die Krisennachrichten aus Korea seien bislang «normale Störfeuer».

Bayer waren mit plus 2,07 Prozent bester Dax-Wert. Händler verwiesen auf die Entscheidung der US-Gesundheitsbehörde FDA, den Zulassungsantrag für das Lungenpräparat Riociguat im Schnellverfahren zu prüfen. Anfang Februar hatte Bayer die Zulassung für die Behandlung von zwei Formen des Lungenhochdrucks in den USA und in der EU beantragt.

Conti-Aktien fielen derweil mit minus 1,88 Prozent ans Dax-Ende. Begründet wurde dies am Markt mit negativen Nachrichten vom italienischen Reifenhersteller Pirelli, die die Stimmung im Sektor belasteten. Das Unternehmen habe die Vorstellung seiner mittelfristigen Strategie wegen der unsicheren Lage in Europa verschoben. Pirelli-Aktien rutschten in Mailand um rund 5 Prozent ab.

Auch SAP zeigten mit minus 0,52 Prozent Schwäche. Das erste Quartal der Softwareschmiede dürfte eher schlechter als erwartet ausfallen denn positiv überraschen, schrieb Analyst Kai Korschelt von der Deutschen Bank.