Ramallah/Tel Aviv (dpa) - US-Außenminister John Kerry bemüht sich weiter um eine Annäherung zwischen Israel und den Palästinensern im Nahost-Konflikt.

Am zweiten Tag seines Besuchs wollte Kerry am Montag den palästinensischen Ministerpräsidenten Salam Fajad und Israels Staatspräsidenten Schimon Peres treffen.

Gemeinsam mit Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu wollte Kerry am Vormittag an einer Zeremonie in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem teilnehmen. Ein Arbeitstreffen mit Netanjahu ist vor Kerry Abreise am Dienstag angesetzt.

Zu Beginn des Holocaust-Gedenktags in Israel betonte Netanjahu, Israel werde sich nicht blind darauf verlassen, dass die internationale Gemeinschaft den Bau einer iranischen Atombombe verhindern werde. «Wir werden unser Schicksal niemals in die Hände von anderen legen, auch nicht von unseren besten Freunden», sagte er am Sonntagabend im Hinblick auf die USA.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, mit dem Kerry am Sonntagabend zusammenkam, besteht nach Medienberichten vor neuen Gesprächen mit Israel weiter auf einem Siedlungsbaustopp sowie der Freilassung palästinensischer Häftlinge. Die palästinensische Nachrichtenagentur Maan berichtete, Kerry habe den Palästinensern als Anreiz für direkte Friedensverhandlungen unter anderem die Freigabe eingefrorener Hilfszahlungen in Aussicht gestellt. Zudem solle sichergestellt werden, dass Israel künftig keine für die Palästinenser bestimmten Steuern und Zölle mehr zurückhält.