Moskau (AFP) Die russische Wahlbeobachtungsorganisation Golos wirft den Behörden vor, sie zur Einstellung ihrer Arbeit zwingen zu wollen. "Es wurde befohlen, uns den Zugang zu den nächsten Wahlen zu verweigern", erklärte Golos-Direktorin Lilia Schibanowa der Nachrichtenagentur AFP. "Das ist Willkür." Die Behörden gehen gegen die Organisation vor, weil sie sich nicht wie verlangt in ein Register für "ausländische Agenten" eingetragen hat. Golos muss deshalb mit einem Bußgeld von bis zu 500.000 Rubel (12.200 Euro) rechnen, Schibanowa persönlich mit einer Strafe von bis zu 300.000 Rubel.