Frankfurt/Main (dpa) - Der Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, hat zum Auftakt der außerordentlichen Hauptversammlung seines Instituts die Einberufung des Aktionärstreffens verteidigt.

Es gehe darum, eine rechtssichere Grundlage für anstehende Entscheidungen wie die Auszahlung der Dividende zu bekommen und weitere Belastungen für die Bank zu vermeiden, sagte der Manager. Es handele sich um ein Novum bei der Deutschen Bank. «Wir wollen daraus auch keine Gewohnheit machen, die Umstände haben uns aber zu diesem Schritt bewogen.»

Bei dem Treffen will die Deutsche Bank von kritischen Aktionären aus dem Lager des verstorbenen Medienunternehmens Leo Kirch angefochtene Beschlüsse der Hauptversammlung vom Mai 2012 bestätigen lassen.

Das Landgericht Frankfurt hatte in erster Instanz die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Wahlen zum Aufsichtsrat, die Wahl des Abschlussprüfers und die Feststellung der Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2011 kassiert (Az.: 3-05 O 93/12). Das Rederecht eines Aktionärs bei dem Treffen am 31. Mai 2012 sei zu Unrecht beschnitten worden, begründeten die Richter. Dagegen hat die Deutsche Bank Berufung eingelegt. «Wir sind der Meinung, dass uns nichts vorzuwerfen ist», sagte Fitschen.

Mitteilung Deutsche Bank 26.2.2013

Informationen zur außerordentlichen Hauptversammlung

Urteil Landgericht 18.12.2012

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