München (SID) - Der ehemalige Basketball-Bundestrainer Dirk Bauermann hat Vorwürfe zurückgewiesen, er habe während seiner Zeit als Coach des Bundesligisten Bayern München Spieler tätlich angegriffen. "Das ist das Abstruseste, das ich je gehört habe. In meinem Leben habe ich noch keinen Spieler angefasst. Einfach unfassbar - alleine auf die Idee zu kommen", sagte Bauermann im Gespräch mit Sport1.

Der ehemalige Bayern-Profi Ben Hansbrough, derzeit beim NBA-Klub Indiana Pacers unter Vertrag, hatte wortgleich in zwei Interviews behauptet, Bauermann sei "ein Trainer, der Spielern an die Gurgel geht". Der 55 Jahre alte Bauermann sagte: "Ich hätte nicht gedacht, dass ein verletztes Ego einen Spieler dazu bewegen kann, solche Unwahrheiten in den Mund zu nehmen. Ben sollte sich, wenn er es wirklich so gesagt hat, schnellstens entschuldigen."

Hansbrough war im Jahr 2011 für die Münchner aktiv und bestritt unter Bauermann zehn Bundesliga- und drei Europapokalspiele. Nach dem kurzen Intermezzo bei den Bayern wurde der Vertrag in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst.

Den Wahrheitsgehalt von Hansbroughs Aussage zweifeln auch Weggefährten Bauermanns an. "So etwas hat es in all den Jahren, in denen er mein Trainer war, nie gegeben. Und ich hatte auch nie den Eindruck, dass er die Kontrolle verloren hat", sagte Nationalspieler Steffen Hamann. Bayern-Sportdirektor Marko Pesic betonte: "Dass Dirk Bauermann irgendjemanden körperlich angegriffen hat, schließe ich aus."