Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Donnerstag bei dünner Nachrichtenlage seine Vortagserholung mit gebremstem Tempo fortgesetzt.

Bis zum frühen Nachmittag rückte der deutsche Leitindex um 0,27 Prozent auf 7832 Punkte vor, kam damit aber etwas von seinem Tageshoch bei 7864 Punkten zurück. Der MDax gewann 0,66 Prozent auf 13 355 Punkte und der TecDax zog um 0,95 Prozent auf 933 Punkte an. Auch in Europa ging es moderat nach oben: Der EuroStoxx 50 legte um 0,16 Prozent auf 2697 Punkte zu.

Aktuell seien die Marktakteure wieder risikofreudiger, sagte Dirk Gojny von der National-Bank. Das unterstütze grundsätzlich den Aktienmarkt. Besser als gedachte US-Arbeitsmarktdaten konnten indes nicht für zusätzlichen Auftrieb sorgen. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe waren in der vergangenen Woche überraschend deutlich gesunken.

Auf Unternehmensseite stachen die Aktien von ThyssenKrupp mit minus 4,41 Prozent als Dax-Schlusslicht hervor. Händlern zufolge belasteten unter anderem die Aussagen des russischen Montankonzerns Evraz, der die Aussichten für den Stahlmarkt als «fragil» bezeichnet. Im MDax zählten Salzgitter-Titel mit einem Abschlag von 2,64 Prozent zu den am wenigsten gefragten Werten. Daimler-Papiere waren hingegen nur optisch schwach, da sie ex Dividende gehandelt wurden.

Die Aktien der Deutschen Telekom reagierten mit einem Plus von 1,64 Prozent auf die Nachricht, dass der Konzern sein Angebot für den Zusammenschluss der Tochter T-Mobile USA mit dem Wettbewerber MetroPCS verbessert hat. Ein Börsianer sah damit die Chancen auf einen erfolgreichen Zusammenschluss steigen. Die Anteilsscheine von BMW profitierten mit plus 1,24 Prozent von den jüngsten Zahlen zum chinesischen Autoabsatz sowie einem positiven Analystenkommentar.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,06 Prozent am Vortag auf 1,08 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,03 Prozent auf 135,36 Punkte. Der Bund Future büßte 0,01 Prozent auf 145,14 Punkte ein. Der Kurs des Euro stieg: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3119 (Mittwoch: 1,3086) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7623 (0,7642) Euro.