Ankara (dpa) - Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) setzt heute seinen dreitägigen Besuch in der Türkei fort. Der Vizekanzler trifft in Ankara mit Staatspräsident Abdullah Gül zusammen.

Thema dürfte dabei das derzeit belastete Verhältnis zwischen Deutschland und der Türkei sein. Ankara ist verärgert, dass bei dem in der kommenden Woche in München beginnenden NSU-Prozess nicht ausreichend Plätze für türkische Regierungsvertreter und Medien vorhanden sind. Rösler äußerte Verständnis für das große Interesse der türkischen Bevölkerung an dem Prozess. Er wolle aber um Verständnis dafür werben, dass die Bundesregierung keinen Einfluss auf das Gerichtsverfahren nehmen kann. Deutschland lasse aber keinen Zweifel daran, dass die Straftäter hart verfolgt würden, sagte Rösler nach seinen ersten Gesprächen in Ankara.

Ministerium zur Türkei-Reise

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