Shanghai (SID) - Sebastian Vettels Teamkollege Mark Webber (36) hat die Entscheidung gegen eine Stallorder im Team begrüßt. "Das macht die Sache leichter", sagte der Australier vor dem Großen Preis von China (Sonntag 9.00 Uhr/RTL und Sky). Zudem spielte Webber den Zoff nach dem umstrittenen Überholmanöver Vettels in Malaysia herunter: "Dass die Emotionen hochschlagen, ist normal. Das ist Teil des Jobs."

Allerdings kritisierte Webber indirekt seinen ungeliebten Kollegen Vettel und ließ seine Zukunft bei Red Bull offen. "Ich habe noch nie zu diesem Zeitpunkt der Saison eine Entscheidung über die Zukunft meiner Karriere getroffen", sagte Webber und betonte, stets nur von Jahr zu Jahr zu planen. Sein Vertrag bei den Roten Bullen läuft am Saisonende aus. Als sein möglicher Nachfolger ist Vettels Kumpel Kimi Räikkönen im Gespräch.

"Das ist, was er denkt", kommentierte Webber eine Aussage Vettels vom Vortag. Der Heppenheimer wiederholte zwar, dass es ihm leid tue, in Malaysia die Teamorder missachtet zu haben, aber: "Ich entschuldige mich nicht dafür, zu gewinnen, denn ich glaube, dass ich dafür angestellt wurde, und das ist es, warum ich hier bin. Ich liebe das Rennen fahren, und das habe ich getan."

Red Bull hatte während der Woche verküdnet, in Zukunft wegen der Vorfälle in Malaysia auf eine Stallorder zu verzichten.