Berlin (dpa) - In der Regel blicken Präsidenten und Monarchen auf eine jahrzehntelange Lebenserfahrung zurück, wenn sie die Führung ihrer Staaten übernehmen. Es gibt allerdings einige Ausnahmen: Der Jüngste unter den Jungen ist gegenwärtig der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un.

Der 1983 oder 1984 geborene Kim kam als Sohn des Diktators Kim Jong Il nach dessen Tod Ende 2011 als «Twen» an die Spitze der «Demokratischen Volksrepublik Korea». Seit seiner Ernennung zum Vorsitzenden der Nationalen Verteidigungskommission am 13. April ist Kim Jong Un auch offiziell die Nummer eins im Staate. «Präsident» ist er nicht, denn sein verstorbener Großvater Kim Il Sung, der Dynastiegründer, bleibt offiziell «Ewiger Präsident».

Jünger als Kim kam nur der inzwischen 33-jährige König Jigme Khesar Namgyel Wangchuk in Bhutan an die Macht. Der Sohn des abgedankten Jigme Singye Wangchuk bestieg am 16. Dezember 2006 mit erst 26 Jahren den Thron im «Land des Donnerdrachens» zwischen Indien und China im Himalaja.

Um in Europa ähnlich junge Staatsoberhäupter zu finden, muss man einige Jahrzehnte zurückblicken. So war die inzwischen 86-jährige britische Königin Elizabeth II. erst 26 Jahre alt, als sie im Februar 1952 ihrem gestorbenen Vater George VI. auf den Thron folgte.