Hannover (dpa) - Trotz der Kriegsdrohungen des Landes reisen nach Angaben des Korea-Reisedienstes noch immer deutsche Touristen nach Nordkorea. Bisher hätten nur wenige Gäste ihre Touren storniert, erklärte der in Hannover ansässige Reisevermittler auf Anfrage.

Von nordkoreanischer Seite gebe es immer noch das Signal, dass Touristen willkommen seien und jeden Tag kommen könnten. Zu Feierlichkeiten zum 101. Geburtstag des verstorbenen Staatsgründers Kim Il Sung am Montag fliegen nach Angaben des Reisedienstes auch deutsche Touristen nach Pjöngjang.

Der Korea-Reisedienst bezeichnet sich als Pionier bei der Entwicklung des nordkoreanischen Tourismus. Er arbeitet eng mit dem staatlichen Reiseveranstalter des kommunistischen Landes zusammen. Insgesamt reisten etwa 600 bis 700 Deutsche pro Jahr nach Nordkorea.  Das Auswärtige Amt in Berlin warnt zwar noch nicht vor Reisen dorthin, rät aber vor dem Hintergrund der aktuellen Drohungen davon ab. Das kommunistische Regime in Pjöngjang verschärft fortwährend seine Kriegsrhetorik.

Reisehinweis des Auswärtigen Amts

Korea-Reisedienst