Seoul (dpa) - Inmitten schwerer Spannungen auf der koreanischen Halbinsel ist Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen in Südkorea eingetroffen. Es stünden während seines dreitägigen Besuchs Diskussionen «über unsere wertvolle Partnerschaft» an, twitterte Rasmussen nach seiner Ankunft in Seoul.

Es ist der erste Besuch eines Generalsekretär des Atlantischen Bündnisses in Südkorea.      

Kurz nach seiner Ankunft war ein Treffen mit Außenminister Yun Byung Se geplant. Der Däne will bei seinem länger geplanten Besuch auch mit Verteidigungsminister Kim Kwan Jin und Staatspräsidentin Park Geun Hye sprechen. Der Besuch sei für die Nato eine Gelegenheit, «ihre feste Unterstützung für Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel» zum Ausdruck zu bringen, erklärte das Außenministerium in Seoul. Auch erhofft sich das Ministerium von dem Besuch eine «starke Botschaft gegen Nordkoreas Entwicklung von Nuklearwaffen und Provokationen».     

Nordkorea hatte am Dienstag wegen der angeblichen Gefahr eines Atomkriegs allen in Südkorea lebenden Ausländern die Ausreise nahegelegt. Die Spannungen auf der Halbinsel haben sich seit dem dritten nordkoreanischen Atomtest im Februar deutlich verschärft.