Dublin (dpa) - Trotz neuer Milliardenlöcher in Zypern erwarten die Euro-Finanzminister endgültig grünes Licht für das Hilfspaket zugunsten der klammen Inselrepublik.

Der Chef der Eurogruppe, Jeroen Dijsselbloem, sagte am Freitag unmittelbar vor Beratungen der Minister in der irischen Hauptstadt Dublin, er sei zuversichtlich, dass man sich endgültig auf das detailliert ausgearbeitete Programm einigen könne.

Zypern hat einen Finanzbedarf von mittlerweile insgesamt 23 Milliarden Euro, ursprünglich waren es gut 17 Milliarden. Dijsselbloem wies indes darauf hin, dass sich am Beitrag der internationalen Geldgeber von 10 Milliarden Euro nichts ändern werde. «Insofern gibt es da keine Überraschung», sagte Dijsselbloem.

Mit Blick auf Gerüchte, wonach auch Slowenien wegen seiner Bankenkrise ein Hilfsprogramm beantragen könnte, sagte er: «Slowenien steht nicht auf der Tagesordnung.»

Auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble äußerte sich optimistisch: «Ich gehe davon aus, dass wir auf der Grundlage, was wir vor drei Wochen als Rahmen für ein Programm verabredet haben, (...) heute ein Ergebnis bekommen.» Zu den möglichen Risiken aufgrund des gestiegenen Finanzbedarfs in Zypern sagte er: «Das Leben ist immer voller Risiken. Wir haben in den letzten zwei Jahren bewiesen, dass wir sorgfältig mit den Risiken umgehen können.»

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