Berlin (dpa) - Die Unionsfraktion im Bundestag hat möglichen Forderungen Zyperns nach zusätzlichen Hilfen über die vereinbarten 10 Milliarden Euro hinaus eine Absage erteilt.

«Wir haben 10 Milliarden Euro aus dem Europäischen Stabilitätsmechanismus und vom Internationalen Währungsfonds zugesagt», erklärte der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Michael Meister (CDU), am Freitag in Berlin. «Dazu stehen wir. Darüber hinausgehende Hilfen wird es aber nicht geben.» Den diese Summe übersteigenden Finanzierungsbedarf werde Zypern selbst tragen müssen.

Zuvor war bekanntgeworden, dass Zypern 23 Milliarden Euro statt der bisher angenommenen 17,5 Milliarden benötigt. Der Bundestag will nach den bisherigen Planungen in der kommenden Woche über die Zypern-Hilfen abstimmen. In Kreisen der Unionsfraktion wird trotz kritischer Stimmen auch in den eigenen Reihen davon ausgegangen, dass das Thema am Donnerstag abstimmungsfähig ist. Zuvor ist am Montag eine Sondersitzung des Bundestags-Rechtsausschusses und am Dienstag ein Sondertreffen des Wirtschaftsausschusses zu dem Thema geplant. Die Fraktionen werden sich am Dienstag mit den Zypernhilfen befassen.

Laut Medienberichten will Zypern nach Angaben seines Präsidenten von der Europäischen Union mehr Geld für seine Rettung fordern.

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Mitteilung IWF 3.4.