Hannover (dpa) - Wenn eine Staatsanwaltschaft eine Anklageschrift vorlegt, kommt es nicht automatisch zu einem Prozess. In einem sogenannten Zwischenverfahren prüft das zuständige Gericht zunächst, ob die Anklage zugelassen wird.

In diesem Zusammenhang fordert der Vorsitzende Richter den Beschuldigten auf, innerhalb einer bestimmten Frist zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Das Gericht kann auch selbst Beweiserhebungen anordnen. Ein Prozess (Hauptverfahren) wird nur dann eröffnet, wenn eine Verurteilung wahrscheinlicher erscheint als ein Freispruch.

Strafprozessordung