Karlsruhe (dpa) - Das Oberlandesgericht München muss beim NSU-Prozess eine angemessene Zahl von Sitzplätzen an türkische und griechische Journalisten vergeben. Das entschied das Bundesverfassungsgericht. Damit hatte ein Eilantrag der türkischen Tageszeitung «Sabah» Erfolg. Gerade die Vertreter türkischer Medien hätten ein besonderes Interesse an einer eigenständigen Berichterstattung über den Prozess. Zahlreiche Opfer der angeklagten Taten sein türkischer Herkunft, hieß es zur Begründung. Wie das Oberlandesgericht mit der Entscheidung umgeht, ist noch nicht klar.