Brüssel (AFP) Wegen umstrittener Verfassungsänderungen hat die Europäische Union Ungarn am Freitag mit einem Vertragsverletzungsverfahren gedroht. In einem Brief an den ungarischen Regierungschef Viktor Orban schrieb EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, eine erste Beurteilung habe ergeben, dass die Kommission "ernsthafte Besorgnis" habe, ob die Änderungen dem EU-Recht sowie dem Rechtsstaatsprinzip entsprechen. Nach Abschluss der Prüfungen werde die Kommission, wenn es angebracht sei, "die nötigen Schritte für ein Verletzungsverfahren einleiten müssen", hieß es in einer Erklärung aus Brüssel.