Shanghai (dpa) - Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel startet beim Großen Preis von China nur vom neunten Platz.

Vettel verbremste sich in der entscheidenden Runde der Qualifikation auf dem Shanghai International Circuit und geht nach einem Reifenpoker in der K.o.-Ausscheidung nur aus der fünften Startreihe ins Rennen.

«Was unsere Pace angeht, war ich relativ zufrieden. Es war von Anfang an nicht das Ziel ganz vorn mitzugehen, weil der Speed nicht da war», sagte der Red-Bull-Pilot, der seine dritte Pole in dieser Saison nacheinander verpasste. «Der Ausritt ist passiert, weil ich keinen Bremsdruck hatte.» Sonst sei alles planmäßig verlaufen.

Lewis Hamilton fuhr im Mercedes Bestzeit und holte damit seine 27. Pole Position. Es war seine erste für den neuen Rennstall nach dem Wechsel von McLaren vor dieser Saison. «Es ist ein unglaubliches Gefühl. Es ist toll, diese erste Pole geholt zu haben», sagte Hamilton vor dem dritten Lauf am Sonntag. «Die Runde war großartig. Ich hoffe, wir können das auch im Rennen.»

Auf Rang zwei kam Lotus-Pilot Kimi Räikkönen vor Ferrari-Ass Fernando Alonso. Vorjahressieger Nico Rosberg wurde im zweiten Silberpfeil Vierter. «Es ist okay, vierter Platz. Ich habe auch ein bisschen mehr ans Rennen gedacht», bilanzierte der Wiesbadener. Sauber-Fahrer Nico Hülkenberg geht als Zehnter ins Rennen. Er hat wie Vettel die freie Reifenwahl für den Rennstart, nachdem beide am Samstag am Ende des Qualifyings keine gezeitete Runde absolvierten.

Vettels Teamkollege Mark Webber traf es derweil ganz bitter. Der Australier musste wegen Spritmangels seinen Red Bull abstellen und beendete die Session nur auf Platz 14. «Spar Benzin», hatte die Box Webber noch kurz zuvor durchgesagt. Ihm droht nun eine Strafe durch die Rennkommissare. Zwei bis drei Kilo Sprit fehlten plötzlich.

«Wenn der Sprit nicht im Auto ist, haben wir ein Problem», räumte Teamchef Christian Horner ein. Denn: Paragraf 6.6.2. des Technischen Regelwerks besagt, dass ein Fahrer stets eine Mindestmenge an Benzin noch im Tank haben. Beim Großen Preis von Abu Dhabi im vergangenen November hatte es Vettel erwischt: Er war nach einer Tankpanne ganz nach hinten versetzt worden.

Einen Rang vor Vettels Stallrivale postierte sich am Samstag in China Force-India-Fahrer Adrian Sutil. Der Gräfelfinger verpasste aber damit ebenfalls den finalen Durchgang um die besten Startplätze.

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