München (dpa) - Der Journalistenverband dju hat ein neues Akkreditierungsverfahren für den NSU-Prozess gefordert. Bundesgeschäftsführerin Cornelia Haß begrüßte die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, dass auch türkischen Journalisten Sitzplätze zustehen. Dies ändere aber nichts daran, dass es insgesamt zu wenig Pressearbeitsplätze gebe. Das Oberlandesgericht München hatte die festen Plätze für Journalisten strikt nach dem zeitlichen Eingang der Anträge vergeben. Dabei waren türkische und griechische Medien leer ausgegangen. Acht der zehn NSU-Opfer waren türkischer Abstammung, ein Ermordeter hatte griechische Wurzeln.