Augsburg (dpa) - Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat Union und FDP eine Politik des Egoismus vorgeworfen, die die SPD bei einem Wahlsieg im September beenden wolle.

«Das Zeitalter des egoistischen Neoliberalismus muss endlich zu Ende sein», sagte Gabriel am Sonntag auf dem SPD-Bundesparteitag in Augsburg. Die Sozialdemokraten dagegen würden die Menschen und das Gemeinwohl wieder ins Zentrum der Politik rücken, betonte der SPD-Chef mit Blick auf das Parteitagsmotto «Das Wir entscheidet».

FDP-Außenminister Guido Westerwelle, der den SPD-Slogan mit DDR-Propaganda verglichen hatte, habe die Maske des Außenministers abgelegt und zeige wieder das alte Gesicht des FDP-Generalsekretärs. «Und das kann er von mir aus nach der Bundestagswahl auch wieder werden», sagte Gabriel.

Mit Blick auf Steuerbetrüger, die ihr Vermögen in Steueroasen deponieren, sagte Gabriel: «Das sind die wahren Asozialen in unserem Land.» Der Kapitalismus müsse wieder gebändigt werden. Die SPD wolle die soziale Marktwirtschaft wieder zurück nach Deutschland bringen.

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