Berlin (dpa) - Auf der Suche nach einem Zwischenlager für deutschen Atommüll will Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) nach einem «Focus»-Bericht zunächst mit den vier Atomkraftwerk-Betreibern verhandeln.

Für kommenden Mittwoch lud er Eon, RWE, EnBW und Vattenfall zu einem Gespräch ein, wie das Nachrichtenmagazin aus Ministeriumskreisen erfuhr. Geklärt werden soll demnach, unter welchen technischen und finanziellen Bedingungen die Atomkonzerne bereit sind, ihre Zwischenlager zu öffnen.

Für 26 Castor-Behälter mit deutschem Atommüll aus französischen und britischen Wiederaufarbeitungsanlagen muss ein Platz gefunden werden. Ursprünglich sollten sie nach Gorleben. Bei der Einigung auf eine neue Endlagersuche verständigten sich Bund und Länder jedoch darauf, dass Gorleben keine mehr aufnimmt. Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg hatten sich zunächst prinzipiell zur Aufnahme in ihre AKW-Zwischenlager Brunsbüttel und Philippsburg bereiterklärt. Beide bremsen inzwischen aber. Kiel verlangt, dass sich insgesamt mindestens drei Länder beteiligen.

Gesetzentwurf

Status Quo bei Atommüll-Rückführung

Vorschlag Altmaier/Niedersachsen

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Informationen zur Endlagerung