Berlin (dpa) - Der Niedergang der deutschen Solarindustrie hat sich in den vergangenen Monaten noch einmal beschleunigt. Wie die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamts berichtete, hat die Branche seit Beginn vergangenen Jahres mehr als ein Drittel ihrer Betriebe verloren.

Demnach gab es im Februar dieses Jahres nur noch 21 Hersteller von Solarzellen und Solarmodulen in Deutschland. Das sei ein Rückgang von mehr als 35 Prozent gegenüber Januar 2012, als noch 33 Betriebe gezählt wurden. Die Datenbasis des Statistischen Bundesamts umfasse alle Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern.

Die Branche steckt seit längerem in einer tiefen Krise. Zu schaffen machen vor allem der dauerhafte Preisverfall durch Billigimporte aus China und die Streichung staatlicher Zuschüsse für den Bau von Photovoltaik-Anlagen. Sogar das einstige Vorzeigeunternehmen Solarworld geriet zuletzt immer tiefer in den Strudel der Krise. Solarworld stürzte 2012 tief in die roten Zahlen, das Eigenkapital ist nach Unternehmensangaben komplett aufgezehrt.