London (dpa) - Die britische Regierung hat beim Europäischen Gerichtshof Klage gegen die geplante Finanztransaktionssteuer eingelegt. Damit solle sichergestellt werden, dass die von 11 EU-Mitgliedsstaaten befürwortete Steuer die Länder, die nicht mitmachen wollten, nicht gefährde.

Dies sagte Großbritanniens Schatzkanzler George Osborne am späten Freitagabend. Großbritannien will die Steuer nicht einführen, befürchtet aber, dass der Handel zwischen britischen Firmen und solchen, die ihren Sitz in einem Land mit Finanztransaktionssteuer haben, gefährdet werden könnte.

Europa ist die erste Region, die die umstrittene Steuer auf Banken- und Börsengeschäfte einführen will, um Zocker und Spekulanten abzuschrecken. Zum Januar 2014 soll es losgehen. Elf Länder - angeführt von Deutschland und Frankreich - unterstützen die Abgabe gegen den Widerstand von Banken und Industrie. Milliardeneinnahmen werden erwartet. Großbritannien will den Finanzplatz London schützen und fordert Sicherheitsmechanismen.

Britisches Finanzministerium